Pres­se­mit­tei­lung Kath­rin Vog­ler

Kath­rin Vog­ler
Mit­glied des Deut­schen Bun­des­ta­ges
Frie­dens­po­li­ti­sche Spre­che­rin der Frak­tion DIE LINKE.

Pres­se­mit­tei­lung vom 18.01.2019, (Update am 22. Januar 2019)

US-amerikanische Trup­pen­trans­porte para­die­ren quer durch Deutsch­land auf dem Weg nach Ost­eu­ropa

Kath­rin Vog­ler (Update am 22.01.2019) – > Pres­se­mit­tei­lung: US-amerikanische Trup­pen­trans­porte para­die­ren quer durch Deutsch­land auf dem Weg nach Ost­eu­ropa

Nach den uns vor­lie­gen­den aktu­el­len Infor­ma­tio­nen wird die „1. gepan­zerte Bri­gade der 1. US-Infanteriedivision“ aus Fort Riley/Kansas am 23. Januar im bel­gi­schen Hafen Ant­wer­pen ankom­men.
Die Bri­gade wird im Rah­men der «Euro­päi­schen Abschre­ckungs­in­itia­tive» der Ver­ei­nig­ten Staa­ten gegen­über Russ­land über Straße und Schiene von Ant­wer­pen nach Polen und wei­ter ver­legt. Dabei führt die Stre­cke auch quer durch Deutsch­land. Dazu erklärt Kath­rin Vog­ler, frie­dens­po­li­ti­sche Spre­che­rin der Links­frak­tion im Bun­des­tag:
«Dass die US-Armee mit die­sen Trup­pen­trans­por­ten gezielt Prä­senz in der Öffent­lich­keit zeigt, ist
Teil der brand­ge­fähr­li­chen NATO-Drohpolitik gegen­über Russ­land. Die Zivil­be­völ­ke­rung in den betrof­fe­nen Län­dern soll durch Mili­tär­kon­vois und Pan­zer­trans­porte an diese Droh­ku­lisse gewöhnt wer­den, der zivile Raum wird als Auf­marsch­ge­biet auf dem Weg an die ost­eu­ro­päi­sche Grenze insze­niert. Weil die NATO Russ­land zuge­si­chert hat, keine Kampf­trup­pen in den neuen NATO-Staaten an Russ­lands Gren­zen zu sta­tio­nie­ren, wer­den diese Trup­pen alle neun Monate aus­ge­tauscht, ein Taschen­spie­ler­trick.»
Nach Aus­kunft der U.S. Army Europe wer­den in den nächs­ten Tagen mehr als 3.500 Sol­da­ten, ca. 85 Abrams-Panzer, 135 Bradley-Kampffahrzeuge; 15 Pan­zer­hau­bit­zen und ande­res Mili­tär­ge­rät durch Europa trans­por­tiert. Grö­ßere Ket­ten­fahr­zeuge wer­den auf die Bahn ver­la­den und auf dem Schie­nen­weg über­führt.
Anfang Februar fol­gen dann wei­tere 1.900 Sol­da­ten mit 50 UH-60 und HH-60 Black Hawks-Hubschraubern, 10 Chinook- und 20 Apache-Helikoptern sowie 1.500 Ein­hei­ten Aus­rüs­tungs­ma­te­rial.
«Da die Trup­pen­ver­le­gun­gen öffent­lich sind», so Frau Vog­ler wei­ter, «bie­ten sich vor Ort aber auch viele Anknüp­fungs­punkte, die Kri­tik am NATO-Säbelrasseln ebenso öffent­lich zu machen. Eine Mehr­heit der Bundesbürger*innen lehnt das von den USA und der NATO ange­bo­tene ‹Feind­bild Russ­land› ab. Diese Trup­pen­trans­porte kön­nen ein Anlass sein, diese Ableh­nung öffent­lich zu zei­gen und für Abrüs­tung sowie eine neue Ent­span­nungs­po­li­tik mit Russ­land zu wer­ben. Sicher­heit in Europa wird es nicht mit mehr Mili­tär und Auf­rüs­tung geben, son­dern nur mit Ver­hand­lun­gen und Aus­gleich mit Russ­land.»


Kath­rin Vog­ler * Bun­des­tags­büro Ber­lin
Platz der Repu­blik 1, 11011 Ber­lin, Tel.: 030 – 227 – 72112, Fax: 030 – 227 – 76112, kathrin.vogler@bundestag.de Kath­rin Vog­ler Mit­glied des Deut­schen Bun­des­ta­ges
Für Rück­fra­gen: Kath­rin Vog­ler: 0151 / 654 060 91