Oster­mar­sch Auf­ruf 2019

Auf­ruf zum Oster­mar­sch Rhein Ruhr 2019

Abrüs­ten statt auf­rüs­ten
Ver­bot der Atom­waf­fen! Für ein Europa des Frie­dens!

Kurz vor den Euro­pa­wah­len setzt die Frie­dens­be­we­gung Akzente für Frie­den und Abrüs­tung: Der Oster­mar­sch lädt alle Men­schen an Rhein und Ruhr ein, vom 20. bis 22. April 2019 von Duis­burg über Düs­sel­dorf und Essen bis Dort­mund für den Frie­den zu demons­trie­ren.

Die Nato und die USA stel­len den INF-Vertrag zum Ver­bot von ato­ma­ren Mit­tel­stre­cken­ra­ke­ten in Europa in Frage. Außer­dem ent­wi­ckeln die USA neue Atom­waf­fen, die von den Mili­tärs als ‚effektiv-einsatzfähiger‘ ein­ge­stuft wer­den. Zwan­zig die­ser neu­ar­ti­gen Nukle­ar­waf­fen sol­len nur etwa 130 km vom Ruhr­ge­biet ent­fernt in Büchel sta­tio­niert wer­den. Die Bun­des­re­gie­rung muss sich einer Kün­di­gung des INF-Vertrages kon­se­quent ent­ge­gen­stel­len!

80 Jahre nach Beginn des Zwei­ten Welt­krie­ges scheint damit ein gro­ßer Krieg in Europa wie­der mög­lich zu wer­den. Ein erneu­tes ato­ma­res Wett­rüs­ten erhöht die Gefahr einer Eska­la­tion bis hin zum nukle­a­ren Inferno. 

Die UN hat 2017 mit den Stim­men von 122 Staa­ten einen Ver­trag zum welt­wei­ten Ver­bot von Atom­waf­fen beschlos­sen. 70 Staa­ten haben die­sen Ver­trag bis­her unter­zeich­net.

Wir for­dern die Bun­des­re­gie­rung auf, 

  • die­sen Ver­trag unver­züg­lich zu unter­zeich­nen,
  • und dafür zu sor­gen, dass die in Büchel bereit­ge­stell­ten nukle­a­ren Poten­tiale ver­nich­tet wer­den.
  • Zudem muss gerade in NRW die Wei­ter­ver­brei­tung von Nukle­ar­waf­fen­tech­nik ver­hin­dert und die Uran­an­rei­che­rungs­an­lage in Gro­nau sofort still­ge­legt wer­den.
  1. Für Ent­span­nung und Abrüs­tung!

Mil­lio­nen Tote, 65 Mil­lio­nen Men­schen auf der Flucht und der Zer­fall einer gan­zen Welt­re­gion sind Ergeb­nis der Kriegs­po­li­tik, an der die Nato und Deutsch­land maß­geb­lich betei­ligt sind. Der Ein­satz von Droh­nen, Bom­bar­de­ments bewohn­ter Gebiete, vor allem in den Ölre­gio­nen, trau­ma­ti­sie­ren die über­le­ben­den Men­schen.

Die Waf­fen­lie­fe­run­gen der deut­schen und euro­päi­schen Rüs­tungs­kon­zerne wie Rhein­me­tall, Thys­sen­Krupp, Krauss-Maffei Weg­mann u. a. beför­dern den Ter­ror von War­lords, Ban­den­krie­gern und von auto­ri­tä­ren Regi­men welt­weit. Die Wei­ge­rung der Indus­trie­län­der, wirk­sa­men Kli­ma­schutz zu betrei­ben, heizt das Welt-Klima wei­ter auf, sodass die kata­stro­pha­len Lebens­be­din­gun­gen viele Men­schen zur Flucht aus ihrer Hei­mat trei­ben.

Der Mili­tär­haus­halt Deutsch­lands steigt 2019 auf skan­da­löse 43,2 Mrd. Euro, mehr als die Etats für Bil­dung und Gesund­heit zusam­men. Bis 2024 sind 80 Mrd. Euro geplant.. Mit die­sem Geld soll die Bun­des­wehr auf 203.000 Mann auf­ge­stockt wer­den. Neue Waf­fen­sys­teme wie tod­brin­gende Droh­nen sol­len gekauft wer­den. Die dafür ver­plan­ten Gelder feh­len im zivi­len Bereich, so bei Schu­len und Kitas, sozia­lem Woh­nungs­bau, Kran­ken­häu­sern, öffent­li­chem Nah­ver­kehr, Kom­mu­na­ler Infra­struk­tur, Alters­si­che­rung, öko­lo­gi­schem Umbau, Kli­ma­ge­rech­tig­keit und inter­na­tio­na­ler Hilfe zur Selbst­hilfe.

In Europa bedroht die Kon­fron­ta­tion zwi­schen Nato und Russ­land den Frie­den. Die Unter­stüt­zung für die Nato-Osterweiterung ver­stößt gegen den Geist des Ver­tra­ges zur deut­schen Ein­heit, der eine euro­päi­sche Frie­dens­ord­nung vor­schreibt. Die­ses Jahr trägt Deutsch­land die Ver­ant­wor­tung für die Schnelle Ein­greif­truppe der NATO, die gegen Russ­land gerich­tet ist. 

Aus­ge­rech­net rund um die Fei­ern zum 100. Jah­res­tag des Kriegs­en­des von 1918 for­der­ten Macron und Mer­kel eine EU-Armee. Diese und PESCO, die so genannte „Stän­dige struk­tu­rierte Zusammen­arbeit“ sind kein Bei­trag zu einer euro­päi­schen Frie­dens­ord­nung, son­dern machen die EU zu einem Mili­tär­bünd­nis. Wir sagen Nein zu PESCO und EU-Armee! 

Nato und Bun­des­wehr die­nen – ent­ge­gen den Vor­ga­ben unse­res Grund­ge­set­zes –Wirtschafts- und Macht­in­ter­es­sen auf Kos­ten der sozia­len und öko­lo­gi­schen Inter­es­sen der Men­schen! Die NATO, die im April 70 Jahre besteht, setzt immer wei­ter auf Kon­fron­ta­tion. Dabei ist sie auch für zahl­rei­che Völ­ker­rechts­brü­che der letz­ten Jahre ver­ant­wort­lich.

Mili­tär löst keine Pro­bleme. Schluss damit! Eine andere Poli­tik muss her. Damit wol­len wir anfan­gen: Mili­tä­ri­sche Auf­rüs­tung stop­pen, Span­nun­gen abbauen, gegen­sei­ti­ges Ver­trauen auf­bauen,

Per­spek­ti­ven für Ent­wick­lung und soziale Sicher­heit schaf­fen, Ent­span­nungs­po­li­tik auch mit Russ­land, ver­han­deln und abrüs­ten.

  • Wir unter­stüt­zen den Auf­ruf „Abrüs­ten statt Auf­rüs­ten“, den bereits weit über 130.000 Men­schen unter­zeich­net haben! 
  1. Rechte Dem­ago­gen zurück­drän­gen!

Die AfD ist eine rechts­ex­treme, ras­sis­ti­sche Par­tei im Bun­des­tag, deren Spre­cher die Taten deut­scher Sol­da­ten in zwei Welt­krie­gen ver­herr­li­chen. Sie for­dert die Ein­satz­be­reit­schaft der Bun­des­wehr „mit höchs­ter Inten­si­tät“ und tritt für die Mili­ta­ri­sie­rung der Bil­dung ein, u.a. durch Weg­fall der Zivil­klau­sel an Hoch­schu­len. Rechte Ideo­lo­gien för­dern Feind­bil­der, Kon­fron­ta­tion und Krieg, im Inne­ren schü­ren sie Hass und Gewalt. 

  • Den men­schen­feind­li­chen Umtrie­ben von AfD, der NPD und der „RECH­TEN“, von Iden­ti­tä­ren und Reichs­bür­gern stel­len wir uns ent­ge­gen!
  • 80 Jahre nach Beginn des Zwei­ten Welt­kriegs: Aktiv wer­den für Frie­den!

Am 1. Sep­tem­ber die­ses Jah­res jährt sich der Beginn des Zwei­ten Welt­kriegs zum 80. Mal. Doch die Bun­des­re­gie­rung hat offen­bar aus der Ver­gan­gen­heit nichts gelernt. Sie betei­ligt sich aktiv an einer neuen Kon­fron­ta­tion gegen Russ­land. Wir neh­men die Erin­ne­rung an die Schre­cken des Zwei­ten Welt­kriegs als Mah­nung:

Wir rufen auf, über Ostern gemein­sam gegen Auf­rüs­tung und Kriegs­po­li­tik, für Abrüs­tung, Ent­span­nung, eine euro­päi­sche Frie­dens­ord­nungund zivile Kon­flikt­lö­sun­gen zu demons­trie­ren!

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Erst­un­ter­zeich­ne­rIn­nen:

Fred Ape (Lie­der­ma­cher)=Nor­bert Arndt (Gewerk­schafts­se­kre­tär, ver.di Herne)=Udo Buch­holz (BBU Vor­stands­mit­glied)=Marco Bülow (MdB, Dort­mund)=Peter Bür­ger (kath. Theo­loge, Publi­zist)=Georg Deventer(Vorstand Pro-Dortmund e.V.)=Jan Gil­de­meis­ter (GF Akti­ons­ge­mein­schaft Dienst f. d. Frie­den AGDF)=Jan von Hagen (ver.di-Gewerkschaftssekretär, Düs­sel­dorf)=Michael Her­mund (Gewerk­schafts­se­kre­tär DGB NRW)=Die­ter Hil­le­brand (Stadtv. Vors. DGB Essen)=Inge Höger (Lan­de­spre­che­rin Die LINKE NRW)=Willi Hoff­meis­ter (Oster­marsch­ko­mi­tee)=Alfred Kei­en­burg (Vors. pax christi Essen)=Thomas Keuer (Gewerk­schafts­se­kre­tär, Duis­burg)=Marion Kös­ter (Bezirks­vors. DKP Ruhr-Westf.)=Peter Kös­ter ( Bezirks­vors. IG BAU MEO)=Jörg Kuh­l­mann (GEW Lei­tungs­team Essen)=Christian Leye (Lan­de­spre­cher Die LINKE NRW)=Peter Lom­mes (Bezirks­vors. DKP Rheinland-Westf.)= Fried­helm Meyer (Pfar­rer i.R.)=Falk Miko­sch (Lan­des­spre­cher VVN-BdA NRW)=Hans Mört­ter (Pfar­rer, Köln)=Bernhard Nolz (Päd­ago­gin­nen und Päd­ago­gen f. d. Frie­den)=Felix Oeken­torp (Lan­des­spre­cher DFG-VK NRW)=Tho­mas Rother (Schrift­stel­ler, Essen)=Ulrich San­der (Bun­des­spre­cher VVN-BdA)=Mar­tin Singe (Komi­tee für Grund­rechte und Demo­kra­tie)=Ernst Söder (Vors. För­der­ver­ein Stein­wa­che)=André Stinka (Vors. Natur­Freunde NRW =Wer­ner Strahl (Kin­der­arzt, Essen)=Peter Sturm (Lie­der­ma­cher, Schau­spie­ler)= Jochen Vog­ler (Vorst. r-mediabase.eu)=Kath­rin Vog­ler (MdB, frie­dens­po­li­ti­sche Spre­che­rin Die LINKE)=Sahra Wagen­knecht (MdB Die LINKE)=Ange­lika Wag­ner (GF DGB Region Nie­der­rhein)=Andreas Wei­ßert (Schau­spie­ler)=Sig­rid Wolf (Regi­ons­ge­schäfts­füh­re­rin DGB Düsseldorf-Bergisch Land) (Funk­ti­ons­be­zeich­nun­gen die­nen nur der Infor­ma­tion)

Ich / Wir unterstütze/n den Oster­mar­sch Rhein Ruhr 2019
(Mit der Ver­öf­fent­li­chung mei­nes Namens bin ich ein­ver­stan­den.)

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Bitte zurück bis spä­tes­tens 21. Februar an Oster­mar­sch Rhein/Ruhr, c/o DFG-VK NRW
Braun­schwei­ger Str. 22, 44145 Dort­mund oder per Mail an: aufruf19@ostermarsch-ruhr.de

Spen­den­konto: Oster­mar­sch Ruhr, Spar­kasse Dort­mund, IBAN: DE79 4405 0199 0321 0042 96, Stich­wort: OMRR19