5. Bon­ner Oster­mar­sch 2018

Kurz zum Ablauf des dies­jäh­ri­gen Bon­ner Ostermarsch:Ostersonntag 14 Uhr ab Ron­dell Beu­eler Rhein­ufer – ca. 16 Uhr Abschluß­kund­ge­bung Frie­dens­platz .

Der vom offe­nen Gesangs­treff «Hand in Hand»  initi­ierte Bon­ner Oster­mar­sch fin­det jetzt zum fünf­ten Male statt und wird wie schon in
den Vor­jah­ren von Aktio­nen und Lie­dern beglei­tet.  Zum musi­ka­li­schen
Rah­men tra­gen in die­sem Jahr neben «Hand in Hand» der Lie­der­ma­cher  Gerd Schin­kel, das Theater- und  «Gene­ra­tion Z – die tun was»  und kur­di­sche Kul­tur­grup­pen bei.

Hier der Auf­ruf!

Oster­mar­schauf­ruf Bonn 2018:

(So. 1.4. 14 Uhr ab Ron­dell Rhein­ufer Beuel 16 Uhr Abschluss Frie­dens­platz Bonn)
Für Frie­den – ernst­haft und kon­se­quent
Die Welt rutscht mit jedem Tag tie­fer in einen Kriegs­sumpf.  Die­ser ist untrenn­bar ver­bun­den mit einem Wirt­schafts­sys­tem, das Roh­stoffe und Absatz­ge­biete sichern will. Er ist untrenn­bar ver­bun­den mit einem Sys­tem, indem die Kriegs­op­fer auf der einen Seite und die Gewinne von weni­gen auf der ande­ren Seite blei­ben. Er ist auch ver­bun­den mit macht­hung­ri­gen Poli­ti­kern, denen geo­stra­te­gi­sche Inter­es­sen wich­ti­ger sind als ein­zelne Men­schen­le­ben. Frie­den und Gerech­tig­keit sind höchs­tens etwas für Sonn­tags­re­den.

In Syrien ver­su­chen der­zeit ins­be­son­dere die Groß­mächte USA und Russ­land, sich ihre Ein­fluss­sphä­ren zu sichern. Hinzu kom­men die groß­os­ma­ni­schen Gelüste der tür­ki­schen Regie­rung. Diese befahl den Angriff u.a. mit deut­schen Leo­pard-Pan­zern auf die mehr­heit­lich von Kur­den bewohnte Pro­vinz Afrin. Afrin war bis­her weit­ge­hend vom Krieg ver­schont und daher zur Zufluchts­stätte für viele Flücht­linge gewor­den. Anstatt das sofor­tige Ende der Angriffe zu for­dern, ruft Außen­mi­nis­ter Gabriel die tür­ki­sche Armee ledig­lich zur Mäßi­gung auf. Auch wenn die geplante Nach­rüs­tung der tür­ki­schen Leo­pard-Pan­zer und andere Rüs­tungs­ge­schäfte vor­über­ge­hend von der Bun­des­re­gie­rung gestoppt wur­den, sind die ent­spre­chen­den Auf­rüs­tungs­pläne wei­ter aktu­ell.

Not­wen­dig sind nicht Sonn­tags­re­den, son­dern ein ernst­haf­tes und kon­se­quen­tes Enga­ge­ment für Frie­den und Gerech­tig­keit welt­weit.

Ver­nich­tung aller Atom­waf­fen – Abzug der Atom­waf­fen aus Büchel/Eifel

Die Gefahr des erneu­ten Ein­sat­zes von Atom­waf­fen nimmt dra­ma­ti­sch zu. Ins­be­son­dere die Situa­tion um Nord­ko­rea, droht jeder­zeit in einen Atom­krieg zu eska­lie­ren. Ver­schärft wird diese Situa­tion auf Dauer dadurch, dass die USA pla­nen soge­nannte kleine Atom­waf­fen zu pro­du­zie­ren und zu sta­tio­nie­ren, um bewusst die Schwelle für den Ein­satz von Atom­waf­fen zu sen­ken

Der­weil spricht die deut­sche Bun­des­re­gie­rung zwar gerne von ato­ma­rer Abrüs­tung, blo­ckiert aber, wenn es um kon­krete Maß­nah­men geht. 2017 stimm­ten 122 Natio­nen in der UN-Vollversammlung für einen Atom­waf­fen­ver­bots­ver­trag. Abge­lehnt wird er u.a. von Deutsch­land, allen Atomwaffen- und NATO-Staaten. Auch ist die Bun­des­re­pu­blik immer noch nicht atom­waf­fen­frei: Ato­mare Spreng­köpfe lagern ca. 60 Kilo­me­ter von Bonn ent­fernt in der Eifel (Büchel).


Ernst­haft und kon­se­quent für Frie­den wäre es dage­gen, alle in Deutsch­land gela­ger­ten Atom­waf­fen zu ver­nich­ten und den Atom­waf­fen­ver­bots­ver­trag zu unter­zeich­nen!

Keine Mili­ta­ri­sie­rung der Jugend – kein Tag der Bun­des­wehr in Bonn und anderswo

Empö­rung besteht hier­zu­lande über Kin­der­sol­da­ten in vie­len Krie­gen auf die­ser Welt. Kaum zur Kennt­nis genom­men wird jedoch, dass auch die Bun­des­wehr, die auf Grund vie­ler Aus­lands­ein­sätze Per­so­nal­sor­gen hat, gezielt um Min­der­jäh­rige wirbt. So wer­den mit YouTube-Serien, Stän­den bei Mes­sen wie der Games­com, in Schu­len und dem «Tag der Bun­des­wehr» in der Bon­ner Innen­stadt am 9. Juni Min­der­jäh­rige ange­spro­chen. Mitt­ler­weile sind mehr als 2000 Rekrut*innen noch min­der­jäh­rig.

Ernst­haft und kon­se­quent für Frie­den wäre es dage­gen, alle Aus­lands­ein­sätze zu been­den und den jun­gen Men­schen eine zivile Schul- oder Berufs­aus­bil­dung zukom­men zu las­sen!

Auf­rüs­tung stop­pen – kein NATO-Zentrum für Logis­tik und Trans­port in Bonn
Die
Rüs­tungs­spi­rale wird wei­ter gedreht. Um in der NATO eine schnel­lere Ver­le­gung von Sol­da­ten und Mate­rial zu ermög­li­chen, soll nun ein NATO-Zentrum für Logis­tik und Trans­port im Raum Bonn/Köln errich­tet wer­den.

Auch die Mili­ta­ri­sie­rung der Euro­päi­schen Union ist in vol­lem Gange. Mit der Rati­fi­zie­rung von PESCO (Per­ma­nent Struc­tu­red Coöpe­ra­tion) durch 23 Mit­glied­staa­ten machte die EU einen gro­ßen Schritt in Rich­tung einer „Ver­tei­di­gungs­union“. Vor­aus­set­zung für die Mit­glied­schaft in PESCO sind regel­mä­ßig stei­gende Rüs­tungs­aus­ga­ben. Der deut­sche Mili­tä­re­tat soll sich per­spek­ti­vi­sch nahezu ver­dop­peln. Diese Koope­ra­tion soll eine Ant­wort auf die Wahl von US-Präsidenten Trump sein. Das Ziel ist es, euro­päi­sche Wirtschafts- und Macht­in­ter­es­sen unab­hän­gig von den USA mili­tä­ri­sch zu sichern.

Ernst­haft und kon­se­quent für Frie­den wäre es dage­gen, eine Mili­ta­ri­sie­rung kate­go­ri­sch abzu­leh­nen, abzu­rüs­ten und das frei­wer­dende Geld in Flücht­lings­hilfe und die Bekämp­fung von Flucht­ur­sa­chen zu ste­cken!

Flucht­ur­sa­chen bekämp­fen – Rüs­tungs­ex­porte stop­pen

Welt­weit bren­nen zahl­lose bewaff­nete Kon­flikte. Jähr­lich ster­ben hun­dert­tau­sende Men­schen in Folge von Kampf­hand­lun­gen. Kriege sind die Haupt­ur­sa­che, dass Men­schen ihre Hei­mat ver­las­sen müs­sen. 2016 waren 65,6 Mil­lio­nen Men­schen auf der Flucht, die aller­meis­ten inner­halb ihrer Region. Viele ster­ben wäh­rend ihrer Flucht. Nur ein gerin­ger Teil der Flüch­ten­den kommt nach Europa, in jedem Jahr ertrin­ken Tau­sende im Mit­tel­meer.

Diese Kriege wer­den auch aus Deutsch­land ange­feu­ert z.B. mit Waf­fen­ex­por­ten. Deutsch­land ist auf Platz 5 der Rüs­tungs­ex­por­teure welt­weit. Jede Waffe fin­det ihren Krieg, und jeder Krieg ver­ur­sacht Leid, Tod und Flucht. 

Ernst­haft und kon­se­quent für Frie­den wäre es dage­gen, alle Rüs­tungs­ex­porte zu stop­pen, sich inter­na­tio­nal gegen Waf­fen­ex­port und –pro­duk­tion ein­zu­set­zen und Flucht­ur­sa­chen ernst­haft und nicht nur mit Almo­sen zu bekämp­fen!

Für eine ernst­hafte und kon­se­quente Frie­dens­po­li­tik lohnt sich das Enga­ge­ment!
Es wird höchste Zeit für eine starke Frie­dens­be­we­gung, die dies auch ein­for­dert!
Sei dabei beim Oster­mar­sch 2018!


Ich/ Wir unterstütze(n) den Bon­ner Oster­mar­sch 2018:

NAME VOR­NAME EMAIL ORGANISATION/ INITIA­TIVE

Kon­takt: Offe­ner Gesangs­treff „Hand in Hand“ Bonn

Bern­hard Berg­mann – bernhard.bergmann1@freenet.de

Vol­ker Rohde – faeustel@buchrecycling.de

Zur Unter­stüt­z­er­liste

Oster­mar­sch Bonn 1.4. Stand: 13.3.2018

Ver­an­stal­ter: Hand in Hand, offene Mit­singgruppe

Unter­stüt­zer:

Inter­na­tio­nale Ver­söh­nungs­bund, Regio­nal­gruppe Bonn-Rhein-Sieg, Frau­en­netz­werk für Frie­den e.V. Bonn; DFG-VK,  Bonn-Rhein-Sieg; bon­ner flücht­ligs­po­li­ti­sches forum welt­of­fen; Beu­eler Frie­dens­gruppe; Frie­dens­in­itia­tive Beuel; Bon­ner Jugend­bünd­nis (BJB); Bonn goes Büchel; Erwerbs­lo­sen­fo­rum Deutsch­land; Pax Christi, Gruppe Bonn; Attac Bonn; Natur­Freunde Deutsch­lands, Orts­gruppe Bonn; Freun­des­kreis Bonn; Bon­ner Soli­da­ri­täts­ko­mi­tee Kur­dis­tan; Bon­ner Frie­dens­bünd­nis; Links­ju­gend [’solid] Bonn; Links­ju­gend [’solid] Rhein-Sieg; Flücht­lings­hilfe Syrien der ev. Johannes-Kirchengemeinde Bad Godes­berg; Beu­eler Initia­tive gegen Frem­den­hass; Freund­schafts­ge­sell­schaft BRD-Kuba, Regio­nal­gruppe Bonn; Inter­na­tio­na­les Frau­en­zen­trum (IFZ); SDS Bonn; Deutsch-kurdisches Kul­tur­haus e.V.; Gene­ra­tion Z – die tun was; Grüne Jugend Bonn; Arbeits­kreis „Krieg und Frie­den“; Gemein­de­dienst für Mis­sion und Öku­mene (GMÖ) Köln – Bonn

Dr. Hidir Celik, (Lei­ter der Evan­ge­li­schen Migrations- und Flücht­lings­ar­beit –  –Inte­gra­ti­ons­agen­tur und Vor­sit­zen­der des BIM e.V.); Dr. Ulrike Leh­mann, Ärz­tin, IPPNW – Ärzte gegen den Atom­krieg;  Rai­ner Boh­net, Vor­sit­zen­der SPD OV Holzlar-Hoholz; Alex­an­der Neu, MdB, Die Linke; Doro Schmitz, Mitgl. im Rat der Stadt Bonn, B90/ Die Grü­nen; Prof. Dr. Gre­gor Büchel, TH Köln; Michael See­land, stv. Bezirks­bür­ger­meis­ter Bonn-Beuel; Jür­gen Rep­schlä­ger, Mitgl. im Rat der Stadt Bonn, DIE LINKE; Peter Kox, Mitgl. im Rat der Stadt Bonn, SPD; And­rea Bauer, Kreis­vor­stand Bonn B90/ Die Grü­nen, Spre­che­rin; Helga Gen­rich, Infor­ma­ti­ke­rin; Prof. Dr. Albert Fuchs, Kon­flikt­for­scher; Gabi Mayer, Stv. Vor­sit­zende der Bon­ner SPD; Ilja Ber­gen, Kreis­vor­stand DIE LINKE Bonn; Raja Ber­nard, Mit­glied des Lan­des­be­zirks­vor­stan­des von ver.di NRW; Mar­tin Singe, Komi­tee für Grund­rechte und Demo­kra­tie; Mike Kamp, Her­aus­ge­ber Folker – Maga­zin für Folk, Lied und Welt­mu­sik; Petra Maur, stv. Vor­sit­zende Arbei­ter­wohl­fahrt Bonn – Beuel; Jan Schulze-Husmann, Mit­glied Ver.di Lan­des­fach­be­reichs­vor­stand FB 8; Karin Lan­ger; Kreis­vor­stand Bonn B90 / Die Grü­nen; Ull­rich Franz, Sozial- und Schuld­ner­be­ra­tung / Dipl. Soz.Päd.; Gerd Schin­kel, Lie­der­ma­cher

Für den Orga­ni­sa­to­ren­kreis von Hand in Hand: Susanne Rohde, Vol­ker Rohde (Fäu­stel); Bern­hard Berg­mann

2 Gedanken zu „5. Bon­ner Oster­mar­sch 2018“

  1. Ich unter­stütze die Oster­marsch­be­we­gung und gehe die­ses Jahr- nach lan­ger Abstinenz- auch wie­der hin. Die wahre Stärke des Men­schen liegt ja nicht darin, dass man nur etwas tut, wenn das Tun auch Erfolg hat- son­dern, dass man auch etwas tut, wenn man kei­nen Erfolg hat und trotz der Aus­sichts­lo­sig­keit alle Kraft und Ener­gie zur Ver­fü­gung stellt. Das will ich mal aus­pro­bie­ren, ob ich das kann. Am Mon­tag will ich erst­mal am Büchel gegen die Moder­ni­sie­rung der Atom­spreng­köpfe pro­tes­tie­ren. Mal sehen, ob es einen wei­te­ren Schritt gibt.

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