Frie­den für Syrien

Demo in KölnLogo: Kölner Friedensforum.

Am 11. März 17 Uhr Rudolf­platz, Demo durch die Innen­stadt, Abschluss 18.30 Uhr am Dom

Ein Bünd­nis Köl­ner Orga­ni­sa­tio­nen, dar­un­ter das Frie­dens­fo­rum, ruft zu die­ser Antikriegs-Demo auf: Den deut­schen Mili­tär­ein­satz in Syrien been­den, für Ver­hand­lun­gen und einen zivi­len Wie­der­auf­bau, für eine Been­di­gung des deut­schen Mili­tär­ein­sat­zes, für den Stopp aller Waf­fen­ex­porte nach Syrien und in die Region, für einen Waf­fen­still­stand und Ver­hand­lun­gen.

Der 2001 von den USA aus­ge­ru­fene und von ande­ren NATO-Staaten unter­stützte völ­ker­rechts­wid­rige «Krieg gegen den Ter­ror», die Inva­sio­nen in Afgha­nis­tan und dem Irak und die Inter­ven­tion in Syrien haben neben ande­ren Ursa­chen zu einer brei­ten Desta­bi­li­sie­rung und Ver­ar­mung der Region geführt. In Syrien wird nun erneut ver­sucht, mit Einf­kuss­nahme von außen und mili­tä­ri­schem Ein­grei­fen Demo­kra­tie und Men­schen­rechte her­bei­zu­bom­ben, den «IS» zu bekämp­fen und eigene Inter­es­sen zu sichern. Deutsch­land ist an die­sem Krieg betei­ligt: die Tür­kei, eine der aggres­sivs­ten Kriegs­par­teien in die­sem Kon­flikt, ist Emp­fän­ger von deut­schen Rüs­tungs­ex­por­ten und wird poli­ti­sch von der Bun­des­re­gie­rung hofiert, um Flücht­linge von Deutsch­land fern­zu­hal­ten. Deut­sche Tornado-Flugzeuge sind im Rah­men des Bun­des­tags­man­dats «Coun­ter Daesh» seit Jah­res­wende in Syrien im Ein­satz und geben die Ziele der Bom­bar­die­run­gen für die Bünd­nis­part­ner an. Bis zu 1200 deut­sche Sol­da­ten sol­len in Syrien ein­ge­setzt wer­den. Unter die­sen Bom­bar­die­run­gen lei­det immer die Zivil­be­völ­ke­rung, sie lösen kein Pro­blem. Wir for­dern daher Ver­hand­lun­gen ud ein Ende des deut­schen Mili­tär­ein­sat­zes in Syrien.

Welt­weit set­zen sich Men­schen dafür ein, dass der Krieg in und um Syrien been­det wird und die sozia­len, kul­tu­rel­len und und indi­vi­du­el­len poli­ti­schen Men­schen­rechte ver­wirk­licht wer­den. Der Kampf gegen den «IS» und für eine men­schen­wür­dige Zukunft für alle Men­schen kann nur so gewon­nen wer­den. Der Zustrom von Waf­fen nach Syrien sowohl aus Europa als auch aus den Län­dern der Region muss dau­er­haft unter­bun­den wer­den. Deutsch­land expor­tiert Waf­fen an Saudi-Arabien, die Tür­kei und Katar, von denen der «IS» Unter­stüt­zung erfährt. Die Regie­rung Erdo­gan – NATO-Partner – lässt in Syrien die Kur­den, die Kraft, die am erfolg­reichs­ten gegen den «IS» kämpft, beschie­ßen. Sie unter­stützt poli­ti­sch und durch Nach­schub­lie­fe­run­gen die dschi­ha­dis­ti­schen Grup­pen, die sie als NATO-Mitglied zu bekämp­fen vor­gibt. Mit der poli­ti­schen und mili­tä­ri­schen Unter­stüt­zung die­ser Län­der, die den Krieg immer wei­ter anhei­zen, muss Schluss gemacht wer­den.

Die Men­schen in der Region brau­chen Per­spek­ti­ven für eine lebens­werte Zukunft, damit die Pro­pa­ganda des «IS» bei hnen nicht auf frucht­ba­ren Boden fällt. Ein Ende des Krie­ges in Syrien ist nur mit Ver­hand­lun­gen mög­lich, auch mit der syri­schen Regie­rung. Mit einem Bruch­teil der Bil­lio­nen Dol­lar, die der soge­nannte Krieg gegen den Ter­ror bis­her gekos­tet hat, kann der Wie­der­auf­bau der vom Krieg zer­stör­ten Region unter­nom­men und die Ver­bes­se­rung der Lebens­be­din­gun­gen aller Men­schen welt­weit begon­nen wer­den.

Wir set­zen uns ein für:

  • Die Been­di­gung der deut­schen Kriegs­be­tei­li­gung in Syrien – kein wei­te­rer Kriegs­ein­satz in Libyen.
  • Unter­stüt­zung loka­ler Waf­fen­still­stands­ver­ein­ba­run­gen, huma­ni­täre Hilfe, Ver­hand­lun­gen für einen all­ge­mei­nen Waf­fen­still­stand und Wie­der­auf­bau der vom Krieg zer­stör­ten Region!
  • Die Ent­wick­lung Syri­ens muss demo­kra­ti­sche Ange­le­gen­heit der syri­schen Bevöl­ke­rung sein und darf nicht von außen dik­tiert wer­den.
  • Keine still­schwei­gende Unter­stüt­zung der men­schen­rechts­wid­ri­gen Poli­tik der tür­ki­schen Regie­rung.
  • Stopp sämt­li­cher deut­scher Rüs­tungs­ex­porte in die Region und die Kon­ver­sion mili­tä­ri­scher in zivile Pro­duk­tion.
  • Abrüs­tung und Kür­zung des Rüs­tungs­etats statt der geplan­ten Ver­grü­ße­rung und Moder­ni­sie­rung der Bun­des­wehr – die Mit­tel wer­den an vie­len Stel­len drin­gend gebraucht.
  • Für das umfas­sende Recht auf Asyl als bedin­gungs­lo­ses Men­schen­recht., für soziale Ver­bes­se­rung und ein soli­da­ri­sches Zusam­men­le­ben aller Men­schen in die­sem Land.

Die­ser Auf­ruf wird unter­stützt von: AK Zivil­klau­sel Köln, DFGVK Köln. DIDF Köln, Die­Linke Köln, DKP Köln, Esse­ner Frie­dens­fo­rum, HSG Sozi­al­wis­sen­schaf­ten Uni Köln IPPNW Solin­gen, Köl­ner Frie­dens­fo­rum. SDS Köln, VVN-BdA Köln. Wen­de­punkt und andere aktive Sozia­lis­ten Uni Köln.

Quelle: Köl­ner Frie­dens­fo­rum


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